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| Zum
K i r c h e n r a u
m hin öffnet
sich der Narthex in drei großen Rundbögen. Durch den mittleren betreten
wir den Gottesdienstraum und blicken zum Altar. Um ihn sind die Bankreihen
im Halbrund angeordnet und durch eine umlaufende Bank im Chorraum zu einem
Kreis um den Altar herum geschlossen.
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Der
A l t a r ist
deutlicher Mittelpunkt des Kirchenraumes
- wie der gesamten
Gemeinde und die Kirche überhaupt. Vornehmlich die Eucharistie, die wir
hier feiern, bezeichnet die Mitte unseres Glaubens. „Deinen Tod, o Herr,
verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in
Herrlichkeit.“ Das Mahl, das wir hier feiern, ist nicht nur Gedächtnis
an das historische Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern; es ist Christus
selbst, der seiner Gemeinde gegenwärtig bleibt als der Auferstandene:
„Ich bin bei euch alle Tage ...“ und der uns eine Zukunft eröffnet
hat beim „ewigen Hochzeitsmahl“ im „himmlischen Jerusalem“ bis zur
„Vollendung der Welt“.
„In der irdischen Liturgie
nehmen wir vorausschauend an jener himmlischen Liturgie teil, die in der
himmlischen Stadt Jerusalem gefeiert wird, zu der wir pilgernd unterwegs
sind.“
(II. Vaticanum, Konstitution über
die Hl. Liturgie)
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Hier um den Altar versammeln sich
die unterschiedlichsten Menschen. Sie kommen von draußen: aus ihrer
Arbeit, aus der Unruhe des Alltags, sie kommen in Bedrängnis und Not, sie
kommen in Freude und Dankbarkeit. Sie kommen und sammeln sich um ihren
Herrn; sie werden eins mit ihm und untereinander. Hier am Altar finden wir
Ruhe und Orientierung, unser Leben ordnet sich auf Christus hin als dem
ruhenden Pol. Unser Herz findet Frieden.
Gestärkt mit dem heiligen Brot
der Eucharistie, werden wir von hieraus wieder in den Alltag gesandt:
„Gehet hin in Frieden!“, um mitzuwirken an der Ausrichtung der Welt
auf Christus hin.
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| Unser Altar zieht den Blick auf sich durch die
schweren, fast unbearbeiteten Granitblöcke, aus denen er errichtet ist. |
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Die Quader des Unterbaus stammen aus der abgebrannten alten Stadtkirche in
Jever. Sie war einst die Taufkirche des hiesigen Raumes. So werden wir
erinnert, dass wir mit unserem Glauben nicht bei Null anfangen. Wir stehen
auf friesischem Boden in einer jahrhundertealten Glaubensgeschichte. Unübersehbar
ist die Zahl der Menschen vor uns, die im Blick auf Jesus Christus das
Wagnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe eingegangen sind. Auf dem
Unterbau aus vier Granitquadern verschiedener Färbung ruht die
tonnenschwere Mensa. Sie war vor Jahrzehnten als Grabstein für eine
Schaustellerfamilie in Auftrag gegeben
worden, wurde dann aber nie benutzt und geriet nahezu in Vergessenheit in
der Abstellecke eines Steinmetzes. Als wir sie
durch Zufall dort entdeckten, kamen uns die Worte des Schrift in
den Sinn: ... und sie legten ihn in ein frisches Grab.“
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