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| Gestalt und
Symbolik der Dreifaltigkeitskirche -
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„Die Gottesdiensträume und
alles, was dazu gehört, sollen in jeder Hinsicht würdig sein, Zeichen
und Symbol überirdischer Wirklichkeit. Form und Schönheit des Raumes
wie auch seine Ausstattung sollen die Frömmigkeit fördern und auf die
Heiligkeit der Mysterien, die hier gefeiert werden,
hinweisen.“ (Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch)
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Es gibt kein größeres Fest, als wenn Gott selbst
uns Menschen einlädt, an seinem Tisch Platz zu nehmen und zu essen von
seinem Brot und zu hören auf sein Wort.
- Der Mensch wird so
eins mit Gott. Das ist einzigartig und durch nichts im Himmel und auf
der Erde zu überbieten. Diese Wirklichkeit bedarf eines äußeren
Rahmens, in dem sie gefeiert wird.
Natürlich wird der damit
verbundene Aufwand sofort unglaubwürdig, wenn er nicht in eins geht mit
unserem Dienst an den Nöten und Bedrängnissen unserer ärmeren
Schwestern und Brüder bei uns im Land und in aller Welt.
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Die Wirklichkeit unserer Erlösung
durch das Ostern Jesu Christi und die Realität seiner notleidenden
Schwestern und Brüder schließen einander nicht aus
- sie sind vielmehr
Gabe und Aufgabe der christlichen Gemeinde. Erst die Hoffnung auf die
neue Welt Gottes, das himmlische Jerusalem, gibt uns immer wieder den
langen Atem, den wir brauchen, um nicht im Kampf gegen die Not der
Menschen zu resignieren.
Diesen Zusammenhang gilt es, „im
Hinterkopf“ zu haben, wenn wir uns nun daran machen, unsere Kirche zu
beschreiben.
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Der V
o r p l a t z ist
Versammlungs-, Fest- und vor allem Sammlungsplatz. Er soll uns
nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich sammeln, um uns auf die
Begegnung mit Gott einzustimmen. Deshalb haben wir ihn um einen
großen Kreis herum angelegt. |
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| Wir betreten ihn von Norden her, nach
Osten öffnet er uns den Zugang zum Kirchenraum, durch den er mit seiner
gleichartigen Pflasterung verbunden ist. Nach Süden führt der Kreis
zum oberen Platzbereich mit dem Sakristeieingang und dem Turm und im
Westen bietet er in einem angefügten Zweidrittel-Rund mit erhöhter
Mauer eine Ruhe- und Verweilzone. Die Mitte des großen Kreises wird in
der Weihnachtszeit vom Lichterbaum geschmückt; in der Osternacht entzünden
wir hier das neue Feuer. Im oberen Platzbereich ist der Altarsockel
unserer alten Kirche aufgestellt. Heute trägt er das fünf Meter hohe
Kreuz, das wir seit 1980 zusammen mit den evangelischen Christen am
Karfreitag durch Schortens tragen.
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| Das P
o r t a l unserer
Kirche hat eine schwere Eichentür, die von außen mit zweihundertjährigem
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Kupferblech beschlagen ist. Einst hat es das Dach des Domes von Münster
gedeckt. Für manchen Besucher überraschend, findet sich als Türknauf
und einziger Schmuck der Tür ein gehörnter Teufel. „Wenn man zu Gott
will, muss man den Teufel in sich niederzwingen“, so der Künstler
Heinrich G. Bücker aus Vellern, dem wir die stilvolle Ausstattung
unserer Kirche verdanken. |
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| An der Innenseite findet sich entsprechend ein
Engel als Türknauf. So sollen wir wieder hinausgehen: als gewandelte
Menschen, die füreinander zum Engel
werden!
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